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Kompensatorisches Training

Patienten mit Gesichtsfeldausfällen leiden an dieser reduzierten Explorationsleistung und den unsystematischen Suchbewegungen. Sie versuchen den Gesichtsfeldausfall durch kompensatorische Kopfbewegungen auszugleichen. Das gezielte Absuchen z.B. eines Regals beim Einkaufen ist massiv erschwert und verlangsamt. Durchgeführte kompensatorische Kopfbewegungen dauern 3-mal länger als gezielte Augenbewegungen.

Gezielte Augenbewegungen werden mit den Therapieverfahren "Sakkadentraining" und "Exploration" trainiert.

Ein reduziertes Lesefenster (Bereich im Zentrum des Gesichtsfelds, in dem innerhalb einer Fixation Buchstaben erkannt werden können) führt zu verlangsamtem Lesen und schlechtem Lesefluss. Je mehr Refixationen nötig sind desto verlangsamter ist die Lesezeit.

Das Training "Überblick und Lesen" erlaubt die Behandlung visueller Explorationsstörungen und (hemianoper) Lesestörungen.

Empfohlen werden tägliche Sitzungen von 30 bis 45 Minuten durch mindestens 4 bis 6 Wochen.

 

Der Therapieerfolg bei Explorations- und Lesetraining, zusammenfassend hier als Gesichtsfeldtraining bezeichnet, ist altersunabhängig und bleibt nach Ablauf des Trainings stabil. Es kommt zu einer Erweiterung des sakkadischen Suchfeldes, Verbesserung der Lese- und Scanningtechniken und einer Reduktion der Fixationszeiten. Daraus resultiert eine deutliche Steigerung des Lesetempos und eine Reduktion der Lesefehler.

Die Lebensqualität wird durch die verbesserte visuelle Exploration wesentlich gesteigert.

 

 

Compensatory visual field training: SAKA - Saccadic training

(Basic procedure)

This procedure is constructed for patients with reduced visual capacities and visual neglected phenomena (neglect, hemianopsia, hemiamblyopia a.m.).

The patients will be instructed to push the left or right reaction button, when left or right from the centre a figure (e.g. animal, vehicle, person …) appears.

Download SAKA manual

 

 

Compensatory visual field training - EXPL - Exploration

(Basic procedure)

The procedure deals with problems in visual exploration i.e. failure in the homonymous field of sight and visual neglect. The procedure uses a slow serial search for objects which must undergo a precise interpretion or analysis.

Download EXPL manual

 

 

Compensatory visual field training: ZIHL - Overview and reading

Both programmes are used to treat non-aphasic reading disorders (e.g. in the case of homonymous visual field defects near the fovea) and overview and/or visual search dysfunctions in patients with homonymous visual field defects, visual neglect or Balint´s syndrome. They were developed and clinically tested by Prof. Zihl, Professor of Neuropsychology at the University of Munich.

Download ZIHL manual